Kampfmitteldetektierung und -bergung

Auch nach Jahrzehnten seit Ende des letzten Krieges finden sich bei Bauarbeiten immer wieder Munition oder Munitionsreste.

Der Grundstückseigentümer ist laut Gesetz "Zustandsstörer" und somit für die Gefahren, die von seinem Grundstück ausgehen, verantwortlich!

Davon ausgehend, dass alleine im II. Weltkrieg durch die alliierten Streitkräfte ca. 1,5 Mio. Tonnen Bomben über Deutschland abgeworfen worden sind, und davon ca. >30% nicht explodiert sind, wird deutlich, welch grosse Mengen an Blindgängern sich noch im Boden befinden. Dazu kommen noch vergrabene oder "entsorgte" Waffen und Munition der ehem. Wehrmacht.

Gerade in Ballungszentren, im Bereich von ehemaligen Industrie- und Bahnanlagen, aber auch in deren weiteren Umfeld ist durch gezielte Abwürfe, oder durch Notabwürfe (Flak- Beschuss, Restmunition) mit Blindgängern zu rechnen, ebenso mit verschleppter Munition. Diese Munition ist auch heute noch gefährlich, da sie nichts von ihrer Wirksamkeit verloren hat!

Wir untersuchen Ihr Baugelände vor Baubeginn nach Kampfmitteln.

Wir führen für Sie Kampfmittelsuchen (Flächendetektierung und Bohrlochsondierungen inkl. graphischer Auswertung) und baubegleitende Kampfmitteldetektierungen durch.

Weiterhin führen wir auch Kampfmittelbergung* durch.

*Die Kampfmittelbeseitigung untersteht dem hoheitlichen Aufgabengebiet der Bundesländer.

Generell wird daher die Kampfmittelbeseitigung durch die ländereigenen Kampfmittelräumdienste übernommen. Diese können allerdings private Firmen zum Zwecke der Kampfmittelräumung und -Bergung heranziehen, um ihnen diese Aufgabe zu übertragen.

Falls Sie dahingehend Fragen haben, helfen wir Ihnen gerne.

Flächendetektierung

Zur Flächendetektierung muss die Fläche geräumt und begehbar sein. Metallteile sind zu entfernen.

Störfaktoren, wie z.B. Schienen, Strommasten, Metallzäune etc. können die Detektierung negativ beeinflussen oder unmöglich machen.

Sprechen Sie uns rechtzeitig vor Beginn der Arbeiten an, damit wir einen Lösungsvorschlag erarbeiten können.

Wir arbeiten mit Magneto-Mess-Systemen und, speziell in innerstädtischen Bereichen, mit dem TDEM-Verfahren.

Magneto-Mess-System

Beim MAGNETO-Messverfahren werden die Störungen des Erdmagnetfeldes infolge ferromagnetischer Gegenstände angezeigt.

Das Magneto-Mess-System (Geomagnetik) wird auf Freiflächen eingesetzt.

TDEM-Verfahren (vereinfachte Funktionserklärung)

Das Time Domain Elektro-Magnetik (TDEM) Messsystem ist eine weltweit anerkannte, effiziente und zerstörungsfreie Methode, welches speziell für die Metallkörper- und Kampfmittelortung bzw. zur Erkundung militärischer Altlasten, sowie im Vorfeld von Baumaßnahmen erfolgreich eingesetzt wird.

Vorteile

  • Kostengünstig, zerstörungsfrei und flexibel einsetzbar.
  • Detektion von potenziellen. Bombenblindgängern bis zu einer Tiefe von ca. 4 - 5 m unter GOF bei Einsatz einer einfachen Spule.
  • Geringe Beeinflussung durch oberflächennahe Störkörper (Bauschutt, leitfähiger Oberboden, bewehrte Betonplatten, Leitungen, Zäune etc.), dadurch auch einsetzbar in Bereichen in denen konventionelle Messverfahren versagen.
  • Hohes Auflösungsvermögen

Wirkungsweise

Beim TDEM-Verfahren werden mit einer Sendereinheit Ströme in den Boden geleitet, die Wirbelströme anregen. Dadurch wird ein sekundär magnetisches Feld erzeugt, welches von der Empfängereinheit aufgenommen wird.

Tiefer liegende Objekte werden später erfasst, höher liegende Objekte früher, so dass eine Schätzung der möglichen Tiefenlage des Objektes möglich ist.

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